Einige Kennziffern

In Belgien sind 19 Krematorien auf dem gesamten Staatsgebiet in Betrieb, zwei befinden sich im Bau (Ostende und Neufchâteau). Im Jahr 2019 haben diese 67.768 Einäscherungen durchgeführt. Im Vergleich zum Jahr 2018 verzeichnet Belgien eine Steigerung der Anzahl an Einäscherungen um 0,79%. Wie die nachstehende Grafik zeigt, steigt die Anzahl der Einäscherungen in Belgien stetig, auch wenn die Entwicklung von Jahr zu Jahr stark variieren kann. Das durchschnittliche Wachstum in 10 Jahren beträgt 3,3%.

 

Eine nationale Steigerung von 0,79% verbirgt eine Entwicklung, die zwischen den Regionen stark schwankt. Die Flämische Region verzeichnet tatsächlich eine Entwicklung, die leicht über jener des Landes liegt (+ 0,69%), in der Wallonischen Region steigt sie um 1,65% und in Brüssel-Hauptstadt sinkt sie um 1,24%.

Seit 2012 ist die Feuerbestattung in Belgien jene Art der Bestattung, welche vom größten Teil der Bevölkerung in Anspruch genommen wird. Sie hat damit die traditionelle Beerdigung verdrängt. Auf Grundlage der Anzahl der registrierten Todesfälle im Jahr 2018 fiel bei 62% der Verstorbenen im Jahr 2019 die Wahl auf die Feuerbestattung. Dieser Prozentsatz muss noch präzisiert werden, sobald wir die belgischen Todesfallstatistiken für dieses Jahr erhalten.


Die Quote der Feuerbestattungen von 62% in unserem Land, ist von Region zu Region sehr unterschiedlich, auch wenn dieser Unterschied jedes Jahr vermindert wird. So beträgt sie in Flandern 71 %, in Brüssel 56% und in Wallonien 47%. Erinnern wir uns: Vor knapp 8 Jahren, im Jahr 2011, betrug die Quote für Feuerbestattungen für unser Land 50%. Sie lag dabei in Flandern bei 56 %, in Brüssel bei 67 % und in Wallonien bei 28 %.


Der Großteil der 67.768 Feuerbestattungen, die im Jahr 2019 in Belgien durchgeführt wurden, entfällt auf die Flämische Region (44.860, d.h. 66 %), gefolgt von der Wallonischen Region (17.875, d.h. 26 %) sowie schließlich Brüssel-Hauptstadt (5.033, d.h. 8 %).


Zur Bedeutung: Unter 19 Krematorien, die auf das gesamte Staatsgebiet Belgiens verteilt sind, nimmt unser Lütticher Standort landesweit den neunten Platz mit 5,12% aller in Belgien durchgeführten Feuerbestattungen ein. Er bleibt damit das führende Krematorium Walloniens. Unser Standort in Welkenraedt hat 2,58% der Feuerbestattungen des Landes durchgeführt und liegt auf dem 18. Platz. Gemeinsam führten sie 7,70% der Feuerbestattungen in Belgien sowie fast ein Drittel der Feuerbestattungen in Wallonien durch.


Unsere Krematorien in Lüttich-Robermont und in Welkenraedt übernehmen gemeinsam 5.224 Feuerbestattungen, was einer leichten Abnahme um 1,61% im Vergleich zum Vorjahr entspricht (-84 Einäscherungen). Für dieses Jahr stellt das Lütticher Krematorium eine Verringerung um 4,48% (-163 Feuerbestattungen) fest. Dies lässt sich damit erklären, dass wir zwei Einäscherungseinheiten ausgetauscht haben und 8 Monate lang nur 3 Geräte statt 4 in Betrieb waren. Unser zweiter Betriebsstandort verzeichnet weiterhin ein Wachstum und erreicht dieses Jahr 1.749 Einäscherungen, im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Anstieg 4,7% (+79 Einäscherungen).

 

Von 5.224 Feuerbestattungen, die im Jahr 2019 von Neomansio durchgeführt wurden, handelte es sich bei 4.927 d.h. bei 94,31% um Personen, die zum Zeitpunkt ihres Versterbens ihren Wohnsitz in der Provinz Lüttich hatten. 93 hatten ihren Wohnsitz in der Provinz Luxemburg, 31 in der Provinz Namur, 18 in der Provinz Wallonisch-Brabant, 15 in der Provinz Limburg, 9 in der Provinz Flämisch-Brabant, 5 in der Provinz Hennegau, 3 in der Provinz Westflandern, 72 in Deutschland, 18 in Frankreich, 11 im Großherzogtum Luxemburg, 12 in anderen Ländern und 10 waren ohne festen Wohnsitz. Diese Zahlen zeigen erneut, dass unsere Tätigkeit im Wesentlichen in der Provinz Lüttich stattfindet. Die Verstorbenen aus Partnergemeinden unserer Gesellschaft machen 86,27% all unserer Feuerbestattungen aus. Diese Zahl bleibt relativ stabil.

 

Der Großteil der Verstorbenen aus der Provinz Lüttich stammt aus dem Bezirk Lüttich (64%, d.h. 3.164), dem Bezirk Verviers (28%, d.h. 1.376), dem Bezirk Waremme (5%, d.h. 230) und schließlich aus dem Bezirk Huy (3%, d.h. 157). Beim Vergleich der Zahlen mit den vorherigen Jahren stellen wir fest, dass es in den verschiedenen Bezirken der Provinz Lüttich eine unterschiedliche Aufteilung gibt. Es zeigen sich zwei bedeutende Effekte: einerseits ein konstanter Rückgang der Anzahl der Verstorbenen aus dem Bezirk Huy nach der Eröffnung des Krematoriums von Ciney sowie ein Anstieg der Frequentierung aus dem Bezirk Verviers nach der Eröffnung unseres zweiten Betriebsstandorts, welcher einen leichteren Zugang für die Bevölkerung dieser Region ermöglicht. Die Zahlen bestätigen dies, da im Jahr 2012 auf die Verstorbenen aus dem Bezirk Verviers 18,5 %, d.h. 769 Einäscherungen entfielen und auf den Bezirk Huy 8 %, d.h. 322.

 

Die Entscheidung, was mit der Asche geschieht, hat sich in den letzten 20 Jahren stark verändert. Dies ist auf verschiedene Gesetzesänderungen und damit verbundene neue Auswahlmöglichkeiten sowie auf kulturelle und Mentalitätsveränderungen zurückzuführen. So bleibt in diesem Jahr bei unseren beiden Standorten in Lüttich und Welkenraedt die Verstreuung der Asche (2.559, d.h. 49%) die bedeutendste Variante, gefolgt von der Beerdigung (895, d.h. 17%), der Platzierung der Urne im Kolumbarium (911, d.h. 17%) und schließlich der Mitnahme auf Privatgrundstücke (825, d.h. 16%). Vor etwas mehr als 20 Jahren machte die Verstreuung 69% aus, 20% entfielen auf die Beerdigung und 11% auf die Platzierung im Kolumbarium. Zu diesem Zeitpunkt war die Mitnahme auf Privatgrundstücke noch nicht gestattet.

Beim Vergleich der Praktiken in Lüttich und in Welkenraedt in diesem Bereich zeigt sich, dass die Tendenzen stark abweichen. Wir stellen fest, dass die Verstreuung im Osten der Provinz weit weniger häufig gewählt wird (36% im Vergleich zu 55%) sowie, dass sich die Auswahl hauptsächlich in Richtung einer Bestattung bewegt, die auch physisch aufgesucht werden kann (Beisetzung, Kolumbarium oder Privatgrundstücke).

 

Seit nun schon einigen Jahren ist es auch möglich, dass der gesetzliche Lebenspartner sowie die Verwandten oder Verschwägerten ersten Grades einen symbolischen Teil der Asche erhalten.

In diesem Jahr wurde dieses Verfahren bei 782 Verstorbenen, d.h. bei 15% angewendet. Dieser Prozentsatz steigt jedes Jahr.